Autonom Leben Hamburg - Beratungsstelle für behinderte Menschen

Bild Rolli Seiltanz

Rollstuhl / E-Scooter + Hamburger öffentliche Verkehrsmittel

Infos der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG)
In Hamburger Bussen und Bahnen werden Sie zum einen mit engen räumlichen Verhältnissen konfrontiert und zum anderen zum Teil mit einem Höhenunterschied und einem Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug.
Ich berichte von meinen Erfahrungen mit verschiedenen Rollstühlen und mit E-Scootern (oder auch E-Mobil genannt) in den verschiedenen Verkehrsmitteln. Ich bin bei der LAG zuständig für das Training im ÖPNV. Es gibt natürlich jeweils ganz verschiedene Modelle von Rollstühlen und Scootern und das jeweilige Geschick und Temperament der Fahrerin/des Fahrers spielt bei diesen Fragen eine Rolle. Andere Erfahrungen als meine sind also natürlich möglich.
Mehr Infos: Rollstuhl und Bus / S-Bahn / U-Bahn in Hamburg

Behinderte Eltern erstreiten sich Elternassistenz

Erste Bewilligung eines Persönlichen Budgets wurde bekannt (Mitteilung des Bundesverbandes behinderter und chronisch kranker Eltern – bbe e.V.)
Mit Bescheid vom 20.11.09 wurde einer körperbehinderten Mutter von zwei Kindern Persönlichen Budgets für Elternassistenz als Teilhabeleistung bewilligt. In der Begründung der Bewilligung heißt es: "Entsprechend der neueren Rechtsprechung ist die Pflege und Erziehung eines Kindes ein Grundbedürfnis von behinderten und nichtbehinderten Eltern. Die Verantwortungsübernahme der Eltern für ihr Kind ist eine zentrale Frage der Teilhabe der Eltern am Leben in der Gemeinschaft".
Die erforderlichen Hilfen von 18 Stunden pro Woche wurden als Eingliederungshilfe gemäß §54 SGB XII in Verbindung mit § 55 SGBIX anerkannt. Den Antrag hatte die Mutter im Jahr 2006 gestellt und zwischendurch den Petitionsausschuss des Landtages NRW angerufen. Dieser bestätigte den grundsätzlichen Bedarf der Mutter.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme:
Angebote für Träger der Behindertenhilfe

Das Hamburger Netzwerk "Mädchen und Frauen mit Behinderung" hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Leichte Sprache – Hamburg eine WenDo-Broschüre in leichter Sprache geschrieben.
Diese Broschüre umfaßt 48 Seiten und ist gegen Entrichtung der Portokosten erhältlich bei
ForUM e.V., Hogenbergkamp 18, 22119 Hamburg, Tel: 040/21 98 72 -10, e-Mail: frauennetzwerk@verein-forum.de.

WenDo-Broschüre in Leichter Sprache

Das Studienzentrum der Gedenkstätte Neuengamme bietet spezielle zweitägige Fortbildungsangebote zu den Bereichen "Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus" und "Medizin im Nationalsozialismus und in den Konzentrationslagern" an, die für Gruppen aus Einrichtungen, Verbänden und Ausbildungsinstitutionen geeignet sind. Termine können abgesprochen werden.
Informationen: info@kz-gedenkstaette-neuengamme.de, Tel. 428131-500.

Neue Homepage: http://www.hamburger-rollstuhl-infos.de

Volker Eggert, Elektro-Rollstuhlfahrer aus Hamburg, baut eine Internetseite mit Informationen für Rollstuhlfahrer in Hamburg auf. Bereits realisierte bzw. geplante Rubriken sind u. A.: Apotheken, Verkehr, Rollstuhl WC´s, Links, Gastronomie. Volker Eggert bittet um Rückmeldungen und um Mithilfe beim weiteren Aufbau.
http://www.hamburger-rollstuhl-infos.de

Rollstuhlgeeigneten Toilette in Nordfinnland

5. Juli 2009: Für alle, denen die soziale Kälte in Deutschland nicht ausreicht und die auch noch richtige Kälte brauchen, hier Fotos einer rollstuhlgeeigneten Toilette in Nordfinnland, ziemlich genau auf dem Nordpolarkreis, fotografiert von der reiselustigen Mitarbeiterin von Autonom Leben Amke Poppinga.

Rollstuhlgeeigneten Toilette in Finnland Rollstuhlgeeigneten Toilette in Finnland von weitem Rollstuhlgeeigneten Toilette in Finnland, drinnen

Mietbare Mobilität für Behinderte

01. Okt. 2007 (MID/KOSI) - Behinderte können ab dem 1. November an zwölf Stationen im Bundesgebiet Fahrzeuge mieten, die individuell nach ihren Bedürfnissen umgerüstet sind. Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation des Autovermieters Avis und Fahrzeugumrüster Paravan.
Nach Absprache sind zudem auch Anlieferungen und Abholungen an einer der 340 Avis Stationen in Deutschland möglich. Die Fahrzeugpalette reicht vom Smart bis zum Sprinter. Für jede Anfrage wird ein individuelles Preisangebot entsprechend dem Umrüstungsaufwand erstellt. Die Vorausbuchungsfrist beträgt lediglich 48 Stunden, bei geringfügigen Anpassungen sind auch kürzere Fristen möglich. Ermöglicht wird die schnelle Order durch die in den Fahrzeugen eingebaute Paravan-Technik "Space Drive". Das x-by-wire-System ist auf die unterschiedlichesten Krankheitsbilder von der klassischen Querschnittlähmung bis hin zur fortschreitenden Multiplen Sklerose innerhalb kurzer Zeit anpassbar.
Neben Behinderten bietet sich ein solches Mietfahrzeug auch für Langzeitverletzte an, zum Beispiel nach einer OP oder Knieverletzung. Oder wer in der Zeit zwischen Verkauf des alten und der Herstellung des neuen Fahrzeuges mobil bleiben will, findet hier eine Überbrückungshilfe. Bereits seit längerem arbeiten die beiden Unternehmen im Bereich Unfallersatzwagen zusammen: Körperbehinderte Menschen können nach einem Unfall auch in der Zeit der Unfallinstandsetzung mit einem individuell angepassten Mietfahrzeug weiterfahren. Für Buchungsanfragen können sich Interessierte an Paravan wenden (Tel.: 0 73 88/9 99 59 35) oder per E-Mail an Avis handicapservice@avis.de.

"Die Medienboten" - Bibliothek zu Hause

Mit dem Pilotprojekt "Die Medienboten§ bieten die Bücherhallen Hamburg einen kostenlosen Medienlieferdienst für ältere und/oder weniger mobile Menschen, für die der Weg in die Bücherhallen zu beschwerlich ist. Die Medienboten sind ehrenamtlich tätig. Einzelheiten, auch über die bisher in das Projekt einbezogenen Stadtteile beim Ansprechpartner Gerhard Kessel, Tel. 42 606 195, mail gerhard.kessel@buecherhallen.de.


Unabhängige Patientenberatung - Beratungsstelle Hamburg

Die Beratungsstelle hat jetzt ihre Arbeit aufgenommen. Anschrift: Alsterdorfer Markt 8, 22297 Hamburg, Tel. 51 31 57 95, mail hamburg@unabhaengige-patientenberatung.de
Öffnungszeiten Mo 10-14, Di 14-18, Mi und Do 8-12. Eine Ärztin, eine Juristin und eine Sozialpädagogin beraten kostenlos zu allen Fragen rund um das Thema Gesundheit. Träger der Hamburger Beratungsstelle ist die PatientenInitiative e.V.


Meldestellen für Web-Barrieren eingerichtet

Die neue Meldestelle für Web-Barrieren des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) fordert seit Dezember 2006 Internetnutzer/innen mit Behinderung dazu auf, Web-Barrieren unter webbarrieren@wob11.de zu melden. Die Hinweise werden gesammelt, ausgewertet und sollen der Weiterentwicklung der Bewertungskriterien von Barrierefreiheit im Internet dienen. Im Gespräch mit den Internetseiten-Betreibern wird außerdem darauf hingewirkt, dass Barrieren möglichst bald abgebaut werden. Nähere Informationen unter www.abi-projekt.de.


Behörde legt Vorsorge-Ratgeber neu auf

Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz hat die Broschüre "Ich sorge vor" überarbeitet und neu aufgelegt. Der Ratgeber klärt auf, welche rechtliche Vorsorge jeder für den Fall treffen kann, in dem ein selbst bestimmtes Leben aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus bieten die Hamburger Betreuungsvereine eine persönliche Beratung. Die Broschüre ist kostenfrei bei den Hamburger Betreuungsvereinen, in den Bezirksämtern und im Eingangsbereich der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz erhältlich. Auch im Internet unter www. betreuungsrecht.hamburg.de kann die Broschüre heruntergeladen werden.



Leitfaden ALG II
Leitfaden für ALG II / Sozialhilfe von A-Z neu erschienen

Der brandaktuelle Ratgeber beinhaltet 20-monatige "Hartz IV-Erfahrung" aus Beratungs- und Schulungspraxis. Er ist auf dem Stand der neuen Rechtslage nach Inkrafttreten des SGB II - Fortentwicklungsgesetzes im August 2006 und berücksichtigt aktuelle Rechtsprechung der Sozialgerichte bis Anfang Oktober 2006.

Die Neuauflage des "Standardwerks für Arbeitslosengeld II -Empfänger" (Spiegel 43/2005) ist ab heute lieferbar. Die Autoren, Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler an der FH Frankfurt und Harald Thomé vom Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V., sind seit vielen Jahren in der in der Sozialberatung und Schulung des Sozialrechts tätig und engagieren sich in der Erwerbslosenbewegung.

Der Leitfaden widmet sich schwerpunktmässig dem Arbeitslosengeld II. Abweichende Regelungen der Sozialhilfe sowie der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung werden parallel behandelt. Als einziger umfassender Ratgeber für die Sozialgesetzbücher II und XII (SGB II und SGB XII) ist er deswegen für Rechtsanwender und Betroffene besonders geeignet.

Im ersten Teil des Buches werden alle Leistungen unter 118 ausführlichen Stichworten in übersichtlicher Form erläutert. Hilfreiches Basiswissen und zahlreiche Tipps, wie sozialrechtliche Ansprüche gegen die Behörden durchgesetzt werden können, finden sich im zweiten Teil. Der Leitfaden behandelt sehr schwierige Rechtsmaterie in auch für Laien verständlicher und gut lesbarer Form. Der aktuelle Stand der Rechtsprechung und der Gesetzgebung ist eingearbeitet und durchgängig kritisch kommentiert. Auch der Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, ihre sozialen und wirtschaftlichen Ursachen und die Zielsetzung aktueller Sozialgesetzgebung fehlt nicht.

Die Autoren üben detaillierte Kritik an der Festsetzung des Eckregelsatzes, an der rechtswidrigen Ausdehnung von Bedarfsgemeinschaften über die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches hinaus. Sie entlarven die leeren Versprechungen der Politik, Eingliederungsperspektiven für Langzeitarbeitslose schaffen zu wollen. Sie entwickeln zudem neue rechtliche Ansätze, wie z.B. ungedeckter Bedarf von Lernmitteln für Schulkinder oder wachstumsbedingter Bekleidungsbedarf bei Kindern auch im Arbeitslosengeld II realisiert werden könnte. Rainer Roth und Harald Thomé haben sich als engagierte Streiter gegen Hartz IV bundesweit einen Namen gemacht. Nicht zuletzt deshalb gerieten sie ins Visier von Ex-Minister Clement. Er warf ihnen Beihilfe zum Betrug vor, weil sie mit ihrem Leitfaden über die bestehende Rechte aufklären. Doch gerade weil sich die Behörden immer rigider über geltendes Recht hinwegsetzen, ist dieser Leitfaden nötiger denn je.

Leitfaden für ALG II / Sozialhilfe von A-Z
AG TuWas (Hg.) www.agtuwas.de
Autoren: Rainer Roth und Harald Thomé
Stand: 1. Oktober 2006
24. Auflage
434 Seiten
Preis: 8 Euro incl. Versand
Bestellungen ausschliesslich über die AG TuWas:
per Mail: agtuwas@web.de
per Fax: 069 / 15 33 - 26 33
per Brief: AG TuWas - Gleimstr. 3; 60318 Frankfurt/Main

Die Autoren:
Rainer Roth, Prof. an der Fachhochschule Frankfurt, seit Jahrzehnten Herausgeber und Autor zahlreicher Sozialhilfeleitfäden und Mitstreiter im Verein Klartext e.V.
und
Harald Thomé von Tacheles e.V., einer Interessenvertretung von Erwerbslosen und Sozialhilfebeziehern aus Wuppertal und Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht


ABRECHNUNGSSERVICE
Das ZSL Bad Kreuznach e. V. bietet einen Abrechnungsservice an, Wie Steuerberater kümmern wir uns z. B. um An- und Abmeldung des Betriebes sowie die rechtzeitige und korrekte Abführung der Sozialversicherungsbeiträge und der Steuer - nur dass wir aufgrund der eigenen Betroffenheit über eine spezifische Praxis und ein adäquateres Hintergrundwissen verfügen. So können wir auch bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen und Dienstplänen konkrete Hilfen anbieten. Die Kosten für unseren Abrechnungsservice sind nicht höher als die für einen Steuerberater und werden in der Regel vom Kostenträger übernommen. Diesen Service möchten wir nun bundesweit den behinderten Arbeitgeberinnen und -gebern anbieten, die ihre Assistenz nicht selbst abrechnen können oder wollen. Gern können wir auch eine diesbezügliche Kooperationsvereinbarung mit euch treffen, falls diese Dienstleistung öfter bei euch angefragt wird und ein solches Angebot in euer eigenes Konzept passen sollte.
Norbert Brings
Assistenzberatung
ZSL Bad Kreuznach e. V.
Mannheimer Straße 65
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671-9202987; Fax: 0671-9292989
Web: www.zsl-bad-kreuznach.de


Betreuungsrecht
Die Neuauflage der Broschüre "Ich sorge vor!" über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung liegt jetzt vor. Das Heft hat ca. 40 Seiten und enthält Informationen, Mustertexte, Adressen und rechtliche Grundlagen. Es ist gegen Einsendung eines mit 0,85 € frankierten Freiumschlages (für DIN A 5) erhältlich bei der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG), SI 123, Hamburger Str. 47, 22083 Hamburg und kann unter www.betreuungsrecht.hamburg.de als pdf-Datei oder word-Dokument heruntergeladen werden.


Neuer Service beim Bürgertelefon - Gebärdentelefon gestartet
Seit heute wird gehörlosen und hörgeschädigten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, über gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice-bund.de online mittels der Gebärdensprache und Videophonie (Video over IP, SIP) Informationen zu den Themenbereichen des BMAS zu erhalten. Auch Bestellungen von Publikationen oder Auskünfte zu Ansprechpartnern zuständiger Behörden und Institutionen sind möglich. Die gehörlosen Beraterinnen stehen von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr zur Verfügung, um online die Anfragen in Gebärdensprache entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Die Mitarbeiterinnen verfügen bereits über langjährige Erfahrung bei der Bearbeitung von Anfragen gehörloser und hörgeschädigter Bürgerinnen und Bürger per Schreibtelefon, Mail und Fax im Rahmen des Bürgertelefons des BMAS. Der neue Service kann mit einem IP-Video-Telefon mit SIP/Internet-Telefonie-Server oder über einen PC mit Softphone über DSL angewählt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des BMAS in der Rubrik "Bürgertelefon" (s. weiterführende Informationen).


PFLEGEMISSSTÄNDE IM INTERNET MELDEN
Auf die Möglichkeit, demnächst Missstände in Pflegeheimen im Internet darzustellen, macht Roswitha Hiefinger vom Pflegestammtisch "In Würde alt werden - Wir kämpfen dafür - Forum zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger e.V. " aufmerksam.
"Nachdem der MDK Niedersachsen mitgeteilt hat, dass Zwischenfälle in der Pflege demnächst anonym im Internet gemeldet werden können und dazu ein Forum eingerichtet wird, bitten wir alle in der Pflege Beteiligten um rege Mitarbeit", so Hiefinger. Die Internetseite werde vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) aufgebaut und vom Bundesministerium für Gesundheit mit 570000 Euro gefördert. Die berichteten Ereignisse sollen analysiert werden und Hinweise auf verursachende Faktoren geben.
Nur durch die Aufdeckung von menschenunwürdiger Pflege, die auch das Gewissen von vielen Pflegekräften belastet, könne die Pflege in vielen Pflegeheimen verbessert werden. Dass es auch anders geht, dass Pflegebedürftige im Heim integriert sind, dass Leben im Pflegeheim ohne Psychopharmaka möglich ist, hätten viele Beispiele beim Pflegestammtisch gezeigt. "Bitte helfen Sie mit und seien Sie dann letztendlich stolz darauf, dass auch Ihr Heim zu den Heimen gehört, die gut pflegen, die Respekt dem Pflegebedürftigen entgegenbringen und der Pflegebedürftige in seinem letzten Lebensabschnitt auch noch rege am Heimleben teilnehmen kann und darf" meint Hiefinger. "Eine gute Pflege bringt auch Freude - und keinen Frust und schlechtes Gewissen - in den Alltag der Pflegekräfte".
Das "Forum zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger e.V." gibt im Internet Auskunft, wie gemeinsam bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Pflege erreicht werden können.
Kontakt: Roswitha Hiefinger, Pflegestammtisch "In Würde alt werden - Wir kämpfen dafür - Forum zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger e.V. ", Berengariastr. 5, 82131 Gauting, Tel. 089 893 11 054 und E-Mail forum@verhungern-im-heim.de


Rollstühle dürfen im Treppenhaus stehen
Berlin (kobinet) Rollstühle dürfen nach einer neuen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) im Treppenhaus eines Mietshauses stehen. ??Wer eine Wohnung miete, habe einem Bericht der WELT zufolge dem neuen Urteil zu folge nicht nur das Recht, die Mieträume selbst zu nutzen, sondern auch die Gemeinschaftsflächen des Hauses. Besonders für Familien mit kleinen Kindern oder auch für behinderte Mieter bringe die Entscheidung Vorteile. Nach Einschätzung des Mieterbunds haben die Betroffenen im Regelfall das Recht einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl im Hausflur abzustellen, wenn die Besitzer darauf angewiesen sind und die Flurgröße das Abstellen zuläßt. (Aktenzeichen: Bundesgerichtshof V ZR 46/06) omp
19.01.2007 - 00:01 ?URL: www.kobinet-nachrichten.org


Neue Ausschreibung im Transatlantischen Ideenwettbewerb USable Hamburg
"Empowerment. Menschen stärken" unter diesem Titel startete am 1. Januar 2007 die Ausschreibung des Transatlantischen Ideenwettbewerbs USable. Gesucht werden Projekt-Ideen und Praxismodelle aus den USA, die im Sinne des "Empowerment" auch in Deutschland Menschen helfen, ihre Kompetenzen auszubauen und sich selbst aktiv einzubringen. Für überzeugende Konzepte und Projektideen vergibt die Körber-Stiftung im USable-Ideenwettbewerb Preise und Fördermittel in Höhe von insgesamt 139.000 Euro. Im Transatlantischen Journalistenpreis USable werden zusätzlich 11.000 Euro ausgelobt. Einsendeschluss für beide Wettbewerbe ist der 31. Oktober 2007.
Sie möchten auch Menschen stärken oder arbeiten schon in einem Empowerment-Projekt? Dann freuen wir uns über Ihren Beitrag. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns als Multiplikator unterstützen und die Ausschreibung an andere Interessenten weiter leiten - als Flyer oder online.
Infos zur Ausschreibung bietet das Internet unter www.usable.de


Programm 2007 der Erwachsenenbildung erschienen
Das neue Programm mit Möglichkeiten zur Weiterbildung der Hamburger Koordiationsrunde zur Erwachsenenbildung ist erschienen. Es ist bei vielen Hamburger Behindertenverbänden erhältlich und im Internet zu finden unter: www.erwachsenenbildung-hamburg.de


BUCHEMPFEHLUNG
Was machen wir aus der Krankheit?
Vor einigen Wochen zeigte mir Claudia Reichelt ganz begeistert das Buch „Was machen wir aus der Krankheit?“ , in dem ein Beitrag von ihr veröffentlicht wurde. Er heißt „Freunde“ und ist als Dank an alle gedacht, mit deren Hilfe Claudia trotz ihrer Behinderung ein ganz befriedigendes Leben führen kann. Auch die Leiterin ihrer Frauengruppe, Susanne Schnaus, schrieb einen Beitrag: „Mein Leben als Taubblinde“. Beide sind Mitglieder von Autonom Leben.
Ich habe in dem Buch mit großem Interesse gelesen. Es enthält im ersten Teil Erfahrungsberichte von Betroffenen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über Leben und Umgang mit Krankheit und Behinderung. Die Berichte haben mich tief berührt, sie machen betroffen, aber geben auch Mut. Im zweiten Teil zeigen Therapeuten Wege aus der Krankheit. Die Lösungsansätze bieten Hilfen zur Selbsthilfe auf der Basis eines ganzheitlichen Menschenbildes. Auch das finde ich bemerkenswert, denn es ist ja nicht  selbstverständlich.  Im dritten Teil untersuchen Experten die gesundheitliche Situation in unserer Gesellschaft und setzen sich kritisch mit neuen und alternativen Wegen auseinander mit Krankheit um zugehen. Damit liefern sie einen konstruktiven Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion unseres Gesundheitssystems. Einige Thesen sind allerdings „erschreckend“ und lasen nichts Gutes für die Zukunft erwarten.
Das Buch ist als Lesebuch gedacht. Entsprechend vielfältig sind die Beiträge. Gerade das finde ich gut, weil man auf diese Weise viele Denkanstösse erhält. Außerdem braucht man es nicht systematisch durchzulesen, sondern kann sich beim Lesen von seinem persönlichen Interesse leiten lassen. Im Anhang enthält das Buch interessante Literaturhinweise und aufschlussreiche Informationen über die mehr als zwanzig Autorinnen und Autoren.  

Mein Fazit: Sehr empfehlenswert.

Tamara Segal
Psychologin

Barbara Klose-Ullmann (Hrsg.): Was machen wir aus der Krankheit?
Accedo-Verlag, München 2006, 254 Seiten, ISBN 3-89265-091-8
www.klose-ullmann.de


Eindrücke eines Rollifahrers aus Amsterdam Anfang Juli 2006

(9 Tage während den Rollstuhlbasketballweltmeisterschaften)

1. Ankunft am Flughafen Schiphol

Wenn mensch mit kleineren Flugzeugen in Schiphol landet, parkt das Flugzeug auf dem Rollfeld und nicht an einer Fluggastbrücke(Finger). RollifahrerInnen werden mit Hilfe eines „Treppensteigers“ aus dem Flugzeug gebracht
1a) Weiterfahrt mit dem Zug
Aufzüge zum unterirdischen Bahnhof sind vorhanden.
Altes Zugmaterial, keine (fast) niveaugleichen S-Bahnzüge, daher:
Es ist dringendst anzuraten, benötigte Ein-/Ausstiegshilfen vor Abflug zu reservieren, da sonst mit stundenlangen Wartezeiten gerechnet werden muss.
Beispiel: Schiphol-AmsterdamRAI(Kongesszentrum) (3 Stationen, ca. 10km): 3 Stunden
1b) Weiterfahrt mit dem Linienbus 370 (einzige(?) Niederflurbuslinie in Amsterdam)
Es ist abzuraten, bis zur Endhaltestelle Busbahnhof Marnixstraat zu fahren, da die Businseln keine Bordsteinabsenkungen haben. Am Wochenende nur stündlicher Betrieb.

  1. ÖPNV in Amsterdam

2a) Metro(Sneltram)
Die Amsterdamer Metro kriegt fast eine 1+. An vielen Stationen gibt es an beiden Enden Aufzüge. Die Bahnsteige sind auf gesamter Länge niveaugleich mit den Zügen. Die neueste Zuggeneration hat so breite Gänge, dass in einem Waggon mehrere RollifahrerInnen fahren können. Die Türen der älteren Zuggenerationen schließen etwas zu schnell automatisch.
2b) Straßenbahnen und Busse
Straßenbahnen und Busse halten überwiegend an schmalen, oft zu niedrigen Verkehrsinseln, die zudem oft noch mit Bäumen bepflanzt wurden, die keinerlei wasserdurchlässige Abdeckscheiben haben.
Die Busse, soweit gesehen, haben alle Stufen.
Die ältere Stra0enbahngeneration hat in der Mitte einen Niederflurteil ohne Einstiegshilfe.
Die neuere Straßenbahngeneration hat einen Eingang mit Einstiegshilfe im hinteren Teil.
Die Einstiegshilfe ist seitlich an der Wand befestigt und wird durch zweimaliges Klappen (180° horizontal und dann aus dem Fahrzeug heraus) einsatzbereit. An einer Station (Metrostation Amstel) gelang erst durch Rolli- und Eigengewicht Bodenkontakt herzustellen.
3. Bewegen im Straßenraum
Die Fußwege sind in einem schlechten Zustand, da durch breite Rillen die Steine sich sehr leicht senken bzw. heben können. Amsterdamer Fußwege sind leichte und oft unauffällige Buckelpisten. Die Kantsteine zu den Radwegen sind sehr blindengerecht.
Die Straßenbahntrassen sind, außer an Ampelübergängen, leicht erhöht und ziemlich schräge abgeflacht. An Ampelübergängen sind die Straßenbahnschienen überwiegend nicht gut verlegt.
4. Stayokay-Herberge Vondelpark
Die Herberge hat 3 rolligerechte Zimmer mit insgesamt 6 Betten, untere Betten von Doppelstockbetten. Das Badezimmer hat eine etwa 3cm hohe und 8cm breite Gummischwelle. Der Duschteil ist durch eine gleiche Schwelle abgetrennt.


Stellenbörse für Studenten ist online
Die Stellenbörse der Uni Hamburg und des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) ist online. Die Studenten sollen sich so schnell und effektiv auf die Suche nach einer passenden Stelle machen können. Am ersten Tag klickten mehr als 1500 Nutzer auf die Seiten. Infos unter: www.campus-hamburg.de/jobboerse im Internet.


Elternverein erweitert Angebot
Der Elternverein "Leben mit Behinderung Hamburg" hat sein Beratungsangebot anlässlich des 50-jährigen Bestehens erweitert. Unter dem Motto "Eltern helfen Eltern" stehen Mitarbeiter montags bis freitags unter der Telefonnummer 27 07 90 10 Eltern und Angehörigen behinderter Kinder von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung. Auch Fachleute sind unter dieser Telefonnummer zu erreichen, die über sozialrechtliche Fragen Auskunft geben.


Begleitservice
Das BiBer-Team, Bildung und Beratung GmbH, Kattunbleiche 31a, 22041 Hamburg plant einen kostenlosen Begleitservice für Senioren, Menschen mit Handicap sowie Kinder. Begleitung ist möglich bei Freizeitaktivitäten, Artzbesuchen, Behördengängen, schulischen Aktivitäten. Mitarbeiter sind arbeitssuchende Menschen im Job-Aktiv-Programm („1-€-Jobber“). Interessenten für die Nutzung des Begleitservice, wie auch für die Mitarbeit, können sich melden bei Frau Würl, Tel. 641 53 99. Infos unter www.biber-team.de .


Der Internetgigant Google hat den Test einer speziellen Suchmaschine für behinderte Menschen gestartet. Sie soll das Finden von Webseiten für sehbehinderte Personen erleichtern, was vor allem durch eine spezielle Sortierung der Ergebnisse erreicht wird.

T. V. Raman, ein Entwickler in Googles Forschungsabteilung, sagte, dass die Resultate nach Simplizität und Qualität des Designs sortiert werden, zusätzlich zum bekannten Ranking-System. "Ich weiß, dass es ein komplexes Problem ist" sagte Raman, der selbst blind ist, in einem Telefoninterview.

Viele Webseiten nutzen ein Design, welches auf Grafiken basiert und somit zahlreiche Informationen enthält, die beispielsweise ein Screen-Reader, der die Textinhalte vorliest, nicht erfassen kann. Diese werden in den Ergebnislisten der neuen Suchmaschine erst sehr weit am Ende auftauchen.

Weitere Informationen: Google Accessible


Mobilitätsservice online buchen

Der Mobilitätsservice der Deutschen Bahn ist seit Monatsbeginn unter der Adresse msz@bahn.de zu erreichen. Wer auf seiner Bahnreise Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen benötigt (beispielsweise einen Hublift für den Rollstuhl), kann diese Hilfe in der Schweriner Mobilitätsservicezentrale online buchen. Damit folgt die Bahn einem vielfach geäußerten Wunsch aus einem zunehmenden Kundenkreis, der über diese Kommunikationsmöglichkeit verfügt. Weiterhin können Fahrscheine und Reservierungen telefonisch unter der Rufnummer 01805/512 512 (EUR 0,12/Min.) bestellt werden.
Mehr auf: http://www.bahn.de/p/view/mobilitaet/handicap/mobilitaetsservice.shtml


Informationen über rollstuhlgerechte Arztpraxen
Die Stiftung Gesundheit, Behringstraße 28a, 22765 Hamburg teilt mit:
Arzt-Auskunft nennt barrierefreie Praxen
Bundesweit sind mehr als 25.000 Arzt- und Zahnarztpraxen rollstuhl- und behindertengerecht ausgebaut. Die Arzt-Auskunft zeigt jeweils an, ob eine Praxis barrierefrei ist. Denn dies müssen außerdem auch gehbehinderte und gebrechliche Patienten wissen, bevor sie einen Arzt aufsuchen. In dem umfassenden Ärzteverzeichnis unter www.arzt-auskunft.de erkennt man anhand eines besonderen Symbols im Suchergebnis sofort, ob die Praxis behindertengerecht ist. Zusätzlich sind zahlreiche weitere Informationen zur Lage und Erreichbarkeit angegeben - beispielsweise Sprechzeiten und Hinweise zu öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nähe. Bei der Arzt-Auskunft rufen täglich unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 - 739 00 99 hunderte Menschen an, um sich nach spezialisierten Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten oder Kliniken in ihrer Umgebung zu erkundigen. Im Internet verzeichnet die Arzt-Auskunft jährlich mehr als vier Millionen Datenbankabfragen für die gezielte Suche anhand von Therapieschwerpunkten.


Neuauflage Ratgeber Studium und Behinderung
Der Ratgeber Studium und Beruf, erarbeitet vom Deutschen Studentenwerk, ist neu aufgelegt worden. Er enthält praktische Tipps und Informationen für Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit.
erhältlich bei: Deutsches Studentenwerk, Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung, Monbijouplatz 11, 10178 Berlin, Tel: 030 - 29 77 27-64, Fax: 030 - 29 77 27-69, E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de. Der Text steht unter www.studentenwerke.de/behinderung zum Download bereit.


Ausnahme von der Passbildregel
BERLIN epd  Behinderte Menschen müssen nicht unbedingt die neuen Anforderungen an die Fotos in Reisepässen erfüllen. Wenn es aufgrund der Behinderung nicht möglich ist, dass das Gesicht frontal mit neutralem Ausdruck aufgenommen wird, kann von der Regelung abgewichen werden, teilte das Bundesinnenministerium gestern auf Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit. Seit dem 1. November 2005 wurden die Anforderungen an die Passbilder für die neuen elektronischen Reisepässe geändert, damit die Fotos für biometrische Vergleiche genutzt werden können. Das Ministerium habe bereits vor mehreren Wochen die Passbehörden gebeten, in begründeten Ausnahmefällen von der Fotorichtlinie abzuweichen, hieß es. Zudem prüfe das Ministerium, ob solche Ausnahmen aus medizinischen Gründen gesetzlich ausdrücklich zugelassen werden sollen. Das Ministerium wolle Einzelfällen nachgehen und kurzfristig helfen, wenn es Probleme bei der Passausstellung gebe, berichtete der Behindertenbeauftragte der Unionsfraktion, Hubert Hüppe.


Reiseführer für behinderte Fußballfans erschienen

Pünktlich zum Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga ist der erste Reiseführer für behinderte Fußballfans in Deutschland erschienen. Er wird gemeinsam von der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft e. V. (BBAG) und der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH herausgegeben. Unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit erhalten behinderte Fußballfans auf über 250 Seiten nützliche Informationen aus den 35 Städten der Bundesliga und 2. Bundesliga - so z. B. zu den Plätzen für Rollstuhlbenutzer und blinde Fans in den Stadien, über die Anreise mit dem Pkw, der Bahn und dem örtlichen ÖPNV, zu Unterkünften und Gaststätten, aber beispielsweise auch über öffentliche Behindertentoiletten sowie Fahrdienste und Taxiunternehmen, die auch Rollstuhlfahrer befördern können.Der Reiseführer kann von Interessierten kostenlos angefordert werden unter info@bbag-online.de


Informationen für behinderte Studierende
Informationen für behinderte Menschen über ausgewählte Gebäude rund um den Campus „Von-Melle-Park“ enthält der im November 2005 neu aufgelegte „Campus-Führer“. Die Broschüre ist erhältlich über: Beauftragte/r für die Belange der behinderten Studierenden, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, Tel.: 040/ 42838-3764, Fax: 040/ 42838-2112, E-Mail: behinderte_studierende@erzwiss.uni-hamburg.de . Auf Wunsch kann die Broschüre auch in einer anderen Schriftart und/oder Schriftgröße sowie in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden. Sie steht zudem unter der URL www.uni-hamburg.de/Behinderung zum Download bereit.


Buchempfehlung:

Zwischen Himmel und Erde

"Will ich leben? Will ich nicht leben? Will ich leben? Will ich nicht leben?

Der Gedanke sprang in meinem Kopf wie ein Ping-Pong Ball von der einen Seite zur anderen.

Will ich leben? Will ich nicht leben?

Mir war klar, dass ich jetzt eine Antwort auf diese Frage geben sollte. Ich fühlte, ohne es je probiert zu haben, dass ich mich nicht bewegen konnte. Mein Kopf war klar. Ich konnte uneingeschränkt denken, aber so, wie ich mich fühlte und wahrnahm, musste ich krank sein. Ich nahm meine Gedanken mehr zur Kenntnis als meinen Körper.

Will ich leben, will ich nicht leben?“

Mit diesen Worten beginnt das Buch "Zwischen Himmel und Erde" von Jacqueline Janke,

Im Alter von 25 Jahren wurde sie  durch einen Verkehrsunfall aus ihrem  bisherigen Leben herauskatapultiert und verlor dabei ihre beste Freundin und Geschäftspartnerin. Sie ist seitdem körperbehindert und neurologisch geschädigt. Anfangs war sie völlig  gelähmt. Sie konnte weder spontan atmen noch sprechen oder sich in irgendeiner Weise bewegen.

Sie beschreibt zunächst ihre Eindrücke und Erlebnisse auf der Intensivstation und ihre klare Entscheidung für das Leben. Es folgt ein langer Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik. Sie lässt ihre LeserInnen teilhaben an ihren oft zermürbenden Auseinandersetzungen mit dem Pflegepersonal, an ihren Kampf um Selbstbehauptung und ihre Mühen, verlorene Fähigkeiten zurückzuerlangen. Später lebt sie in der Großstadt Hamburg, wo sie zu ihren eigentlichen Fähigkeiten und Leidenschaften wie Kreativität und Kunst zurückfindet.

Ihre Reflexionen über das Leben nach einem schweren Unfall werden durch ihre gemalten Bilder und selbstverfasste kurze erotische Geschichten bereichert. Angehängt ist ein Kapitel, das mit Hilfe einer Ärztin ausgearbeitet wurde und in dem ausführliche, nach Stichworten sortierte Sachinformationen zu finden sind. Dieser Teil ist nicht nur für Betroffene oder deren Angehörige, sondern auch für andere Interessierte informativ und klar verständlich, die über die Funktionsweisen des Gehirns und Folgen von Hirnschädigungen aufgeklärt werden möchten.

Ein lesenswertes und nützliches Buch!

Zwischen Himmel und Erde
von Jacqueline Janke
HolzheimerVerlag
19,80 Euro
ISBN 3-938297-02-6



Autonom Leben Hamburg - Beratungsstelle für behinderte Menschen
Langenfelder Str. 35, 22769 Hamburg | Tel: 040 - 432 90 148 / 149 | Fax: 040 - 432 90 - 147 | E-Mail: info@autonomleben.de

Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2010